Er macht seinen Abschluss und widmet seinen Erfolg seiner bei der Müllabfuhr tätige Mutter: „Sie hat es mir nie auch nur an einem Bleistift fehlen lassen“

von Aya

09 Januar 2023

Er macht seinen Abschluss und widmet seinen Erfolg seiner bei der Müllabfuhr tätige Mutter: „Sie hat es mir nie auch nur an einem Bleistift fehlen lassen“
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Mit Bestnoten eine Hochschulbildung abzuschließen ist eine bedeutende Etappe im Leben eines Menschen, aber dazu kommt es nicht für alle – obwohl das heutzutage wie ein leicht erreichbares Ziel erscheinen kann. Der 22-jährige Lorenzo Menezes hat gerade seinen Abschluss in Betriebswirtschaft gemacht: ein geläufiges Ergebnis im Leben eines jungen Menschen, das aber eine weit besonderere Bedeutung für diesen jungen Mann hatte. Seine Familie hat nämlich viele Opfer gebracht, um ihm sein Studium zu erlauben, und daher teilte Lorenzo eine süße Widmung zu Ehren seiner Mutter, Edvan Bacelar da Silva, auf seinen Social-Media-Accounts.

via Claudia.abril.com.br

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Edvan Bacelar da Silva – in Conceição do Coité in Bahia, Brasilien, als „Nethinha”, bekannt – arbeitet bei der Müllabfuhr und hatte nicht die Möglichkeit, eine vollständige Bildung zu erlangen: Sie brach die Grundschule ab und musste immer kämpfen, um es ihren Kindern an nichts fehlen zu lassen. Lorenzo zufolge stellte sie stets sicher, dass er und seine Brüder, Rayssa (20) und Paulo Ricardo (13), alles hatten, was sie brauchten: „Als ich klein war, hat diese Frau es mir nicht einmal an einem Bleistift fehlen lassen, noch an einem Radiergummi, einem Heft oder einer warmen Mahlzeit auf dem Tisch“, erzählte er.

Jedes Jahr beeilte sich seine Mutter, ihre Kinder an der Schule anzumelden und das Schulmaterial sowie die Uniformen zu kaufen. Lorenzo hatte stets öffentliche Schulen besucht und war von seinen Lehrern dazu ermutigt worden, sich an der Universität einzuschreiben. Er wurde mit einem Stipendium, das 100 % der Kosten deckte, in der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Universität Anísio Teixeira zugelassen, die sich zwei Stunden von seinem Zuhause entfernt befindet.

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Die Opfer seiner Mutter und Lorenzos große Hingabe sorgten dafür, dass der junge Mann als Erster in seiner Familie seinen Abschluss machen konnte: „Die Emotionen, die wir empfinden, wenn ein Ziel erreicht wird, sind unerklärlich“, kommentierte er.

„Ich kann mich für diesen Sieg nur bedanken und vor Freude schreien! Es ist bewegend zu rufen: Ich habe es geschafft! Gebt eure Träume nicht auf, wir alle sind dazu in der Lage, sie zu verwirklichen, ob sie darin bestehen, Sänger, Schauspieler, Polizisten, Betriebswirte oder Richter zu sein … folgt euren Träumen! Ihr werdet sie erreichen und sie weiterhin verfolgen. Ich selbst habe gerade erst angefangen! All das habe ich einem Stipendium, aber vor allem meiner Mutter zu verdanken, die meine Brüder und mich stets unterstützt hat. Danke für alle, was du für uns getan hast“, schloss Lorenzo.

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