Das essentielle und elegante Make-up der Frauen in den 40er Jahren lehrt uns, dass frau auch mit wenig viel machen kann

von Aya

24 November 2021

Das essentielle und elegante Make-up der Frauen in den 40er Jahren lehrt uns, dass frau auch mit wenig viel machen kann
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Schminkt ihr euch gern? Heute hat frau inzwischen die Qual der Wahl darüber, wo das beste Make-up auf Basis der finanziellen Ansprüche einer jeden zu finden sind, aber es war nicht immer so einfach, sich der Selbstpflege zu widmen. Obwohl die Hollywood-Stars im Laufe des frühen 20. Jahrhunderts stets die Standards einer gewissen Art von Mode und Stil diktiert haben, gehören die 40er Jahre zu den speziellsten, auch weil es damals überhaupt nicht einfach war, Rohstoffe zu finden. Es handelt sich um ein vom Zweiten Weltkrieg gezeichnetes Jahrzehnt, also einer Zeit, in der der Lebensstil, die Bräuche und Gewohnheiten der Menschen sich aufgrund dieses starken negativen Einflusses radikal änderten. Obwohl es an Zeit und der richtigen Stimmung fehlte, „sich hübsch zu machen“, haben die damaligen Frauen ihren Wunsch nach Eleganz nie ganz beiseite gelegt, sondern großen Erfindergeist bewiesen. Das Make-up jener Jahre kann nämlich als „häuslich“ bezeichnet werden, in dem Sinne, dass frau sich, wenn sie nicht an den Rohstoff kam, selbst etwas erdachte, mit dem sie sich arrangieren konnte.

via Youtube / English Heritage

Die Schauspielerin Gene Tierney, 1944 in New York fotografiert, ein echtes Vorbild an Stil und Eleganz

Das Make-up der 40er Jahre ist simpel und essentiell, aber auch extrem elegant. Es spielt keine Rolle, dass der Krieg die Leute der wesentlichsten Aspekte eines menschlichen Lebens beraubt hatte, die Frauen der 40er Jahre lehren uns, dass Kreativität der Schlüssel zur Eleganz und Selbstpflege ist, um sich jeglichen Umständen zu stellen. So haben sich die Frauen der damaligen Zeit also arrangiert, wenn es darum ging, ihre Haare zu frisieren und sich hübsch zu machen. Sehen wir uns an, wie!

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Youtube Screenshot / English Heritage

Youtube Screenshot / English Heritage

Oft wurde Make-up mit häuslichen Produkten ersetzt oder einfach mit dem, was sich zu Hause in Reichweite befand. Dunkle und schwarze Lidschatten erhielt frau beispielsweise aus rußigen Kerzenrückständen, während sie für Mascara nach mit Vaseline vermischtem verbrannten Kork griff. Aber wie war der Stil jener Zeit, die uns so fern scheint, uns allerdings noch viel lehren kann? Allem voran wurden Augenbrauen nicht mehr schmaler gemacht und neu gemalt wie in den vorigen Jahrzehnten, man ließ sie dicker und voluminöser. Natürlich waren sie immer gekämmt und frisiert wie ein sehr wichtiger Teil des damaligen Make-ups. Auf das Gesicht trug frau ein wenig helles Puder auf, um die Haut aufzuhellen, und auf die Augen etwas Mascara, um den Blick zu intensivieren. Lidschatten wurde immer abgetönt und leicht verwendet. Um den Effekt von Rouge auf den Wangen zu erzielen, konnte frau beispielsweise Rote Beete nehmen, die für ihre typische leuchtend rote Farbe bekannt ist, welche sogar Stoffe färben kann.

Der wahre Fokus des Make-ups jener Jahre wurden die Lippen, und die bevorzugte Farbe, um sie anzumalen, war natürlich Rot, ein Symbol der Stärke, Widerstandskraft und Wiedergeburt. Ein Rot, das dank der Verwendung von Glyzerin, dem ersten Prototyp von Gloss, matt oder glänzend sein konnte. Die Form der Lippen wurde zuerst mit einem Stift nachgezeichnet und dann mit Farbe ausgefüllt, und sie waren rigoros herzförmig. Die Haare wurden lang oder kurz getragen, aber frau zog immer Locken vor, vor allem bei langen Haaren, die gebürstet wurden, um dann weich auf die Schultern zu fallen und den typischen Welleneffekt zu kreieren.

 

Kurzum, es handelte sich um ein Jahrzehnt, in dem die Frauen trotz aller mit dem Krieg zusammenhängenden Schwierigkeiten nicht den Mut verloren und dazu beitrugen, Make-up einfach, aber elegant zu machen. Die 50er Jahren brachten dann mit gefärbtem Make-up und der Entwicklung der Kosmetikindustrie die Wende. Vergessen wir nicht, dass jene uns so fernen Jahre in Wahrheit eine ständige Quelle der Inspiration für die heutige Mode und ein Vorbild für alle sind: Mit wenig kann frau viel machen!

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