Junge Mutter verkaufte Brot, um sich das Studium zu finanzieren: Heute hat sie ihren Traum erfüllt, Lehrerin zu werden

von Aya

25 Juli 2021

Junge Mutter verkaufte Brot, um sich das Studium zu finanzieren: Heute hat sie ihren Traum erfüllt, Lehrerin zu werden
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„Wollen ist Können” ist einer der meistbenutzten Sätze von heute. Dennoch wird dieses Motto für manche zu einer echten Religion. Amelia Ruiz Villaverde lebt in Paraguay, ist 26 Jahre alt, hat ein elf Monate altes Kind und nur ein Ziel: die Spezialisierung schaffen, um Lehrerin zu werden. Um Geld zu verdienen und diesen Bildungserfolg zu erzielen, hat sie beschlossen, auf den Straßen ihrer Stadt Brot und andere Nahrungsmittel zu verkaufen.

Trotz aller Schwierigkeiten, auf die sie stieß, hat diese Frau große Entschlossenheit gezeigt und kann von allen als wahres Vorbild betrachtet werden.

via La Nacion

Es scheint unmöglich zu sein, aber ...

Es scheint unmöglich zu sein, aber ...

Facebook / Amelia Ruiz Villaverde

Ohne Geld, ohne Job, junge Mutter: Amelia Ruiz Villaverde – eine Singlefrau von 26 Jahren mit einem elf Monate alten Kind – war gewiss in keiner beneidenswerten oder gut situierten Lage. Doch dank ihres eisernen Willens ist es ihr gelungen, ihren Abschluss zu machen, nachdem sie einen Hochschulkurs zur Lehrerbildung beendet hatte. Aber wo fand sie das Geld für ihr Studium?

Amelia schaffte es, Lebenserhaltungskosten und Lehrbücher zu kaufen, indem sie auf den Straßen ihrer Stadt Suppen und aus traditionellem paraguayanischem Teig mit Maniok und Käse hergestellte Brotlaibe verkaufte, die „chipa“ genannt werden.

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Facebook / Amelia Ruiz Villaverde

Facebook / Amelia Ruiz Villaverde

Dank eines Posts auf Facebook, in dem sie ihre Geschichte erzählte, wurde Amelia Ruiz zu einem Erfolgsvorbild in Paraguay, da sie all jene Menschen repräsentiert, denen es trotz der Widrigkeiten des Lebens gelingt, das zu bekommen, was sie wollen.

„Heute kann ich mit Stolz sagen: ‚Ich habe es geschafft!‘ Trotz all jener Tage der Angst, der Kälte und der Tränen. Tage, an denen ich beim Verkaufen vom chipa dachte ‚Werde ich in der Lage sein, all das zu tun?‘ Und jetzt bin ich hier und erreiche meine Ziele. Wenn du es dir in den Kopf setzt, ist nichts unmöglich. Es hängt nur von dir selbst an“, schrieb Amelia.

Disziplin zahlt sich immer aus ...

Disziplin zahlt sich immer aus ...

Facebook / Amelia Ruiz Villaverde

Zudem ist Lehrerin zu sein immer ihr Traum gewesen. Ein Beruf, den sie für unentbehrlich für das Wachstum der Gesellschaft hält. Nachdem sie in Paraguay zu einer Berühmtheit geworden war, wurde Amelia von den größten Zeitungen des Landes interviewt. Der Tageszeitung La Nación sagte Ruiz, dass es sehr schwer sei, die Pflichten einer Mutter, die Arbeit und das Studium miteinander in Einklang zu bringen und das alles von „einem guten Zeitmanagement und der Unterstützung der Familie“ abhänge.

Eine eiserne Disziplin, an die sich Amelia mehrere Jahre lang hielt, als sie von sieben Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags studierte, um dann zum Brotverkaufen rauszugehen.

Was die Dinge noch schwieriger machte, war auch die Pandemie. Amelia war gezwungen, einen Großteil ihrer Kurse auf ihrem Handy zu verfolgen, weil sie keinen Computer besaß. Das bedeutete auch ernste Schwierigkeiten für ihr Studium und für ihre schriftlichen Prüfungen.

All das hielt die junge Mutter jedoch nicht auf, die störrisch auf ihrem Weg bestand. Ihre Beharrlichkeit und ihr Mut haben sich heute mit der Gelegenheit einer Arbeitsstelle als Lehrerin ausgezahlt. Kompliment, Amelia!

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