Eine Mutter wird vom Besitzer eines Geschäfts dafür zurechtgewiesen, ihr Kind in der Öffentlichkeit gestillt zu haben

von Aya

01 November 2020

Eine Mutter wird vom Besitzer eines Geschäfts dafür zurechtgewiesen, ihr Kind in der Öffentlichkeit gestillt zu haben
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Heutzutage werden wir, auch ohne es zu bemerken, konstant von Werbebildern voller Nacktheit und Verweise auf den weiblichen Körper bombardiert, die in dem Moment keine Reaktion in uns auslösen. Doch wenn einige Leute eine Frau in der Öffentlichkeit stillen sehen, fühlen sie sich angegriffen, als würden sie einem obszönen Spektakel von zweifelhaftem Geschmack beiwohnen. Stillen ist allerdings ein vollkommen natürlicher Vorgang, der dem Neugeborenen erlaubt, die richtige Nahrung zu erhalten und ein Band inniger Intimität zwischen Mutter und Kind aufzubauen. Cindy Gabel, eine junge Mutter, wurde vom Besitzer eines Geschäfts attackiert, in dem sie naiverweise ihre Tochter stillen musste.

via Facebook / Cindy Gabet

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Die junge Mutter hatte beschlossen, mit ihrer wenige Monate alten Tochter und der anderen neunjährigen Tochter im Schlepptau ein wenig shoppen zu gehen. Ein Neugeborenes verspürt deutlich den Biss des Hungers, wird aber schwerlich so präzisen Zeitplänen folgen; es kann also in jedwedem Moment passieren, aber eine Mutter kann sich nicht nur deswegen zu Hause einschließen. Cindy war dabei, sich ruhig in einem Bekleidungsgeschäft umzusehen, als plötzlich der Moment des Stillens kam. Als sie sich dann an die Kasse stellte, um die Waren zu bezahlen, die sie zu kaufen beschlossen hatte, wies der Verkäufer sie dafür zurecht, in der Öffentlichkeit gestillt zu haben. Von dieser Beobachtung schockiert, zögerte die junge Frau nicht, die unschöne Erfahrung auf ihrem Facebook-Profil zu teilen, wobei sie dem Verkäufer einen Mangel an Respekt vorwarf.

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„Ich denke an alle Mütter, die mit gesenktem Kopf weggegangen wären, sich gedemütigt gefühlt hätten“, schrieb Cindy in ihrem Post auf Facebook. „Indem ich dich darum bitte, meinen Post zu teilen, bitte ich dich nicht darum, das Geschäft zu boykottieren, sondern diesen Mann zu erreichen … damit dieser Mann den Post sieht und damit keine Mutter, die stillt, sich mehr für so etwas schuldig fühlen oder schämen muss.“ Kurzum, eine ziemlich harte Aussage, die hauptsätzlich darauf abzielt, das Stillen zu normalisieren. Es ist klar, dass sie nicht dazu antreibt, ein Spektakel aus sich zu machen, aber das Stillen ist ein vollkommen normaler Vorgang, der mit der richtigen Kleidung und einer Prise Diskretion, wenn es „ein Notfall“ ist, auch in einem Geschäft durchgeführt werden kann.

Und ihr, was haltet ihr davon?

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