Die Schiedsrichterin wird von den Eltern beleidigt, doch der 11-jährige Torwart unterbricht das Spiel, um sie zu verteidigen

philine

18 Februar 2020

Die Schiedsrichterin wird von den Eltern beleidigt, doch der 11-jährige Torwart unterbricht das Spiel, um sie zu verteidigen
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Sport sollte theoretisch keine geschlechtsspezifischen Unterschiede kennen, dennoch scheint der Weg zur Emanzipation auch heute noch sehr lang zu sein. Das liegt am Unverständnis und vor allem an der Ignoranz vieler Menschen, die auch im Jahr 2020 noch eine bestimmte Art von Haltung haben und fördern, die auf einer angeblichen männlichen Überlegenheit beruht. Nehmen wir zum Beispiel den Fußball: Fußball spielen ist eine Aktivität für alle und Fußball ist ein Sport, der sich theoretisch an alle richtet und wichtige Werte wie Teamgeist, Solidarität, Disziplin und Freundschaft fördert. Das ist es, worauf es beim Spielen ankommt, unabhänig vom Geschlecht der Sporttreibenden. Man muss also der Unwissenheit und Unhöflichkeit jener Eltern entgegenwirken, die der gegnerischen Mannschaft oder dem Schiedsrichter beim sonntäglichen Match unwiederholbare Phrasen entgegenschreien. Es ist notwendig, an die zukünftigen Generationen zu appellieren, in der Hoffnung, dass sie ihren eigenen Eltern noch etwas beibringen können.

via El Comercio

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Diego Pablo Hernànzed, der 11-jährige Torhüter beim Avilés Stadium, einer Jugendmannschaft aus Asturien, hat allen anwesenden Vätern, die die Schiedsrichterin beleidigten, eine echte Lektion erteilt. Diese Herren zeigten während des Spiels, dass sie ein klares Problem damit hatten, dass eine Frau als Schiedsrichterin bei einem Ballspiel fungierte. Die 19-jährige Ana Lopéz, die das Spiel als Schiedsrichterin leitete, wurde von der Seitenlinie aus beleidigt. Der junge Torhüter überlegte nicht lange, bevor er das Spiel unterbrach, um das Mädchen zu verteidigen. "Siehst du nicht, dass sie weint? Stop!" begann er die "Erwachsenen" anzuschreien. Dann ging er zu dem Mädchen und sagte: "Du machst alles richtig".

Es ist wirklich traurig, so etwas bei einem Spiel zwischen Kindern zu beobachten. Eltern, sogenannte "Erwachsene", müssen unbedingt lernen, die richtigen Werte zu vermitteln.

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