Dieser Mann saß fünf Tage lang mit von einem Felsen eingeklemmten rechten Arm in der Falle

von Aya

01 Juni 2021

Dieser Mann saß fünf Tage lang mit von einem Felsen eingeklemmten rechten Arm in der Falle
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Der Überlebensinstinkt kann stärker sein als alles andere. In Zeiten großer Not oder solchen, in denen wir um unser Leben fürchten, sind wir Menschen dazu in der Lage, eine innere Stärke hervorzubringen, die wir zuvor nicht zu haben glaubten, und außergewöhnliche Gesten zu vollbringen, die viele als übermenschlich oder sogar verzweifelt bezeichnen würden. Vielleicht liegt es gerade an der Verzweiflung und dem Willen, um jeden Preis zu leben, dass der Mensch auf diesem außergewöhnlichen, aber auch heimtückischen Planeten existiert.

via The Guardian

Aron Ralston, Michael Alvarez/Wikimedia

Aron Ralston, Michael Alvarez/Wikimedia

Heute möchten wir euch eine unglaubliche Geschichte des Überlebens erzählen, die ein unverhofftes Happy End hatte und derart absurd ist, dass sie dem Verstand eines genialen und sadistischen Schriftstellers oder eines sehr talentierten und realistischen Regisseurs entsprungen zu sein scheint. Doch der Unfall, dessen Protagonist und Opfer Aron Ralston war, hat sich wirklich ereignet. Ralston ist ein amerikanischer Bergsteiger, der ins Rampenlicht geriet, nachdem er bei einem Unfall im Jahr 2003 eine Zeit großer Angst um sein Leben durchgemacht hat.

Aron war beim Bergsteigen im Blue John Canyon im amerikanischen Staat Utah; an jenem Tag, dem fernen 26. April 2003, war er erst 27 Jahre alt und hatte beschlossen, allein zu einer abenteuerlichen Wanderung aufzubrechen.

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Michael Grindstaff/Wikimedia

Michael Grindstaff/Wikimedia

Leider hat der unternehmungslustige 27-Jährige während seiner Erkundung des Blue John Canyons versehentlich einen enormen Felsblock aufgerüttelt, der dann auf ihn fiel und plötzlich seinen rechten Arm einklemmte. Eine unermessliche Qual, die ganze fünf Tage anhielt; Tage, die mit einem Handy ohne Empfand, absoluter Einsamkeit und sehr wenig Proviant vergingen (er hatte in seinem Rucksack nur das Nötigste für diesen sonnigen Tag der Erkundung und eine Feldflasche mit Wasser). In all dieser Zeit, in der Aron Ralston festsaß, ließ sich niemand blicken, der ihn gesehen und ihn geholfen hätte …

Nach fünf Tagen prekären Überlebens beschloss Aron, dass er etwas tun musste, um sich vom enormen Felsblock zu befreien und zu entkommen, um sich Hilfe zu holen …

swithfield/Wikimedia

swithfield/Wikimedia

Das, was Aron tat, um das Schlimmste zu verhindern, war es, den Mut zusammenzunehmen, den er nicht in sich zu haben glaubte, und inzwischen erschöpft sowie vollkommen dehydriert ergriff er sein Schweizer Taschenmesser und amputierte seinen rechten Arm, damit er nicht anfing zu faulen und kein Wundbrand entstehen würde. Trotz der grauenhaften Schmerzen und des körperlichen Leids rettete es Aron vor einem entschieden schlimmeren Los, sich vom Teil des Armes zu befreien, der zwischen dem Felsblock und der Felswand eingeklemmt war.

Nach dieser heiklen „Operation“ legte Aron Ralston etwa 12 Kilometer zurück, bevor er auf eine Gruppe Touristen stieß, die ihn aufgriffen und sofort einen Krankenwagen riefen: Der 27-Jährige war endlich gerettet!

127 Hours/Searchlight Pictures

127 Hours/Searchlight Pictures

Seine unglaubliche Überlebensgeschichte machte sofort die Runde unter den größten amerikanischen Zeitungen; er nahm auch an mehreren Talkshows und Fernsehsendungen teil, in denen er von seiner unvorstellbaren Erfahrung erzählte, einer extrem Erfahrung, die einen von Ralston selbst geschriebenen Beststeller mit dem Titel „Between a Rock and a Hard Place“ und einen Film mit dem Titel „127 Hours“ mit dem Schauspieler James Franco inspirierte.

Eine wahre Geschichte, die die Grenzen der Vorstellungskraft übersteigt und es ein weiteres Mal verdient, gehört zu werden!

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