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Eine erschöpfte Mutter erklärt den Grund, aus dem man Frauen nicht direkt nach der Geburt besuchen sollte

27 März 2021 • Von Aya
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Katie Bowman hatte vor kaum 24 Stunden ihr Kind auf die Welt gebracht, als ihr Krankenhauszimmer von Verwandten „überfallen“ wurde, die es nicht erwarten konnten, das kleine Neugeborene willkommen zu heißen. Jemand hat ein Foto von ihr geschossen, in dem, was ein Moment der Freude und der Zelebration für alle anwesenden Großeltern und Freunde, Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen sein musste, aber unglücklicherweise nicht für Katie. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht beweist das deutlich. Die Nachricht, die diese neue Mutter vermitteln möchte, ist sehr einfach: Nachdem sie neun Monate lang ein kleines Wesen in ihrem Körper hatte, braucht eine Mutter allem voran Ruhe und dann die Gelegenheit, sich an die Idee zu gewöhnen, in jeder Hinsicht Mutter zu sein. Sind ein oder zwei Tage Zeit, um sich von der Geburt zu erholen, zu viel verlangt? Die Frage, die Katie stellt, ist ganz klar rhetorisch, und genau daher kommt ihre Verärgerung.


Mutter zu werden ist nicht gerade ein Spaziergang, und so verständlich die Begeisterung von Freunden und Angehörigen auch ist, sollte man seine Aufmerksamkeit vielleicht zumindest 24 Stunden lang auf die soeben von der Mutter geleistete Anstrengung umlenken und ihr den richtigen Freiraum lassen, um sich zu erholen. Wie sollte frau zudem verstehen, wie man das eigene neugeborene Baby im Arm zu halten oder zu stillen hat, wenn es im Zimmer von Leuten wimmelt, die es nicht erwarten können, ein Foto zu schießen und Geschenke zu übergeben? So schön sie auch ist, ist eine Geburt auch schmerzhaft, und das Stillen kann es ebenfalls sein: Stellt euch vor, jedes Mal beim Stillen zu leiden – die Müdigkeit und die Frustration werden jeden Tag übermäßig ansteigen! Warum beharren die Leute im Angesicht all dieser Schwierigkeiten noch darauf, neue Mütter direkt nach der Geburt im Krankenhaus zu besuchen?

Obwohl sich Katie ihrer Bedürfnisse sehr gut bewusst war – von denen keines Sätze der Art „Du siehst sehr müde aus!“ oder „Du hast schon ein paar Kilo verloren, hm?“ beinhaltete –, hatte sie nicht die Kraft, die Stimme zu heben, um Freunde und Angehörige in jenem ersten, für sie und ihr Baby delikaten Moment fernzuhalten. Ihre Beobachtung ist jedoch eine Aufforderung an andere, zukünftigen Müttern Freiraum zu lassen und ihre Bedürfnisse zu respektieren: „Nächstes Mal, wenn jemand, den ihr kennt, ein Kind bekommt, erinnert euch daran, wie müde diese neue Mutter wohl ist. Ich weiß, dass ihr es nicht erwarten könnt, das Kleine zu sehen, aber erinnert euch daran, dass es nicht euer Recht ist, ein Neugeborenes zu besuchen, sondern ein Privileg.“

Kurzum, denkt beim nächsten Mal zweimal nach.

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