Vater beschließt, sein Geschlecht zu ändern, um das Sorgerecht für seine Töchter zu bekommen: „Ich bin auch ihre Mutter“

von Aya

15 Februar 2023

Vater beschließt, sein Geschlecht zu ändern, um das Sorgerecht für seine Töchter zu bekommen: „Ich bin auch ihre Mutter“
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Zu sagen, dass Eltern dazu bereit wären, alles für ihr Kind zu tun, ist selbstverständlich. Wir wissen genau, dass jede Mutter und jeder Vater auf alles verzichten würde, nur um es den eigenen Kindern an nichts fehlen zu lassen und ihnen ein rosiges Leben zu sichern. Trotz dieser Mühen gibt es jedoch Fälle, bei denen Probleme aufkommen, die über das Engagement gegenüber den Kleinen im Haus hinausgehen.

Wenn beispielsweise die Beziehung eines Paares zu Ende geht und es keine Möglichkeit mehr gibt, zusammen voranzugehen, spüren das leider auch die Kinder. Streits und die darauffolgende Trennung sorgen dafür, dass die tägliche Ruhe diverse Erschütterungen erleidet, welche auf die eine oder andere Weise auch die Kleinsten destabilisieren. Wenn es dann endgültig zur Scheidung kommt, müssen die Kinder in die Obhut eines der beiden Elternteile gegeben werden, und nicht immer nimmt der andere das ohne Protest hin. Wie es in dieser Geschichte passiert ist.

via Mirror

Nachdem er sich von seiner Frau getrennt hatte, ließ René Salinas Ramos aus Ecuador (47) aufgrund einer einzigartigen Entscheidung von sich reden. Der Vater von zwei Töchtern, die er seinen Worten zufolge monatelang nicht sehen konnte, nachdem ihre Mutter das Sorgerecht erhalten hatte, beschloss zu handeln, um seine Rechte auf ungewöhnliche Weise zur Geltung zu bringen.

„Meine Töchter leben in einem Umfeld, der für sie nicht altersgemäß ist“, erklärte er. „Leider schützt dieses Land uns Väter allerdings nicht, und wenn sich ein Paar trennt, ist es die Mutter, die das größere Recht hat, die Kinder zu behalten, auch wenn sie sich offensichtlich als nicht in der Lage dazu erweist.“ Genau daher rührte seine Entscheidung: René entschied sich, offiziell eine Geschlechtsänderung anzumelden, um vom Mann zur Frau zu werden, damit er eine weitere „Mutter“ sein kann.

„Ich bin mir dessen sicher, was ich bin“, erzählte er, „aber ich will die gleichen Rechte haben wie eine Mutter, jetzt bin ich auch eine, und sie stehen mir zu.“

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Rene Salinas Ramos/Facebook

Rene Salinas Ramos/Facebook

Sein Protest sollte die Scheinwerfer auf das richten, was laut René die schwere Lage ist, in der sich ecuadorianische Männer befinden. „Wir gelten nur als Versorger", fuhr er fort, „folglich wird das Sorgerecht der Mutter gegeben, unabhängig von ihren Lebensbedingungen.“

Seine Anfrage führte zu einer Modifizierung der Dokumente, die jedoch lediglich eine „bürokratische“ Änderung und keine in seinem Leben bedeutet. Sein Leben bleibt wie immer, während er darauf wartet, endlich wieder seine kleinen Mädchen in die Arme schließen zu dürfen.

Mann kann also von einem Appell sprechen, um den Behörden zu sagen, dass sie gut nachdenken sollten, bevor sie eine solche Entscheidung treffen. Es stimmt, eine Mutter ist wichtig im Leben eines Kindes, aber ein Vater ebenso, weshalb es zahlreiche Faktoren geben sollte, die zu berücksichtigen sind.

Findet ihr, das war eine übertriebene Entscheidung?

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