Der Nachbar droht, die Mutter eines autistischen Jungen anzuzeigen: „Er singt und lacht zu laut!“ - KlickDasVideo.de
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Der Nachbar droht, die Mutter eines…
Ein 89-jähriger Mann, der vom Ausliefern von Pizzen lebt, erhält ein Trinkgeld von 12.000 Dollar Er baut ein Floß, um das Nest zweier vom Pech verfolgter Schwäne in Sicherheit zu bringen: „Ich wollte nicht, dass sie die Eier wieder verlieren.“

Der Nachbar droht, die Mutter eines autistischen Jungen anzuzeigen: „Er singt und lacht zu laut!“

03 Juni 2021 • Von Aya
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Kinder rührt man nicht an. Obwohl unsere Kleinsten mehr oder weniger lebhafte Persönlichkeiten haben können, steht es absolut nirgendwo geschrieben, dass sie auf schlechte Weise von Fremden zurechtgewiesen werden sollten, weil sie vielleicht zu laut waren oder unfreiwillig die Ruhe eines Nachbarn stören. Dann stellt euch vor, die Kinder, um die es geht, sind Kinder mit „speziellen Bedürfnissen“, die nicht einmal bemerken, dass sie eventuell jemanden stören könnten …

Eine Mutter eines 15-jährigen Jungen hat sich auf Twitter abreagiert, wo sie den Nutzern von der schlimmsten Erfahrung erzählte, die sie gemacht hat und weiterhin mit einem ihrer Nachbarn macht. Sie heißt Marta, der Jugendliche heißt Edu und ist Autist, der, wie seine Mutter sagt, „ein Kind gefangen im Körper eines Riesen“ ist.

Die Mutter erzählt, dass Edu gern den ganzen Tag lang aus vollem Hals Weihnachtslieder singt und es liebt, vor dem Fernseher über seine Lieblingsfilme und -cartoons zu lachen, die er unzählige Male hintereinander guckt. Ein nur scheinbar kindisches Verhalten, das einem der Nachbarn von Mama Marta offenbar gegen den Strich ging …

Wie sie auf Twitter erzählt, hat einer ihrer Nachbarn sich nicht nur über die Tatsache beschwert, dass der 15-Jährige sich schieflacht und aus vollem Hals singt, sondern will sie anzeigen und die Polizei rufen, wenn sie nicht versucht, den Jugendlichen vom lauten Rufen und Lachen abzuhalten. Selbstverständlich geriet Marta vollkommen in Rage, sie war über die Mahnung des Nachbarn wütend, aber auch deprimiert: Ist es möglich, dass es auf dieser Welt kein Verständnis, keine Empathie mehr für komplizierte Situationen wie die gibt, die Edu jeden Tag verlebt?

„Was soll ich tun, soll ich meinen Sohn einschließen? Als Mensch und als Mutter bin ich wirklich entsetzt darüber zu sehen, dass es so wenige menschliche Leute gibt. Wie kann jemand zu der Mutter eines Kindes mit speziellen Bedürfnissen, das er hat aufwachsen sehen, sagen, dass er auf mein Leben und das meines Sohnes pfeift?“

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Die erschöpften Worte dieser Mutter schließen mit einer bewegenden Mahnung, die uns alle für einen Moment nachdenken lässt: „Ich bin es müde, mein Leben damit zu verbringen, Ausreden dafür zu finden, ein Kind mit speziellen Bedürfnissen zu haben. Er und ich leben in Frieden, ich würde es sogar wagen zu sagen, dass wir glücklich sind. Sind Toleranz, Sensibilität, ein freundliches Lächeln zu viel verlangt? Auch Schweigen genügt, wenn es nachsichtig ist.“

Es ist ziemlich schwer, nicht für diese Mutter und ihren Sohn Partei zu ergreifen und solidarisch mit ihnen zu stehen; aber die Forderung des unhöflichen Nachbarn könnte mit Sicherheit zum Stichwort für eine tiefgründigere Reflexion werden: Hat er eurer Meinung nach trotz allem gut daran getan, Edus Mutter um ein wenig „Stille“ zu bitten?

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